Nach der Simulation gilt es heute Ernst und die erste Bestrahlung steht an. Ich werde in einen Raum geführt und stehe einem eindrucksvollen Apparat gegenüber. Der Teil an der Kopfseite sieht aus wie ein U. Die eine Seite des U’s wird von der radioaktiven Quelle gebildet. Die andere Seite trägt vermutlich eine Bleiplatte, die die Reststrahlung absorbiert. Davor ist eine höhenverstellbare hölzerne Pritsche mit den Befestigungspunkten für die Maske. Ich muss mich auf die Pritsche legen und bekomme die Maske über gestülpt. Wenn Sie den Kopf in die richtige Stellung gezogen hat, werden die Druckknöpfe eingedrückt und fertig ist mit bewegen des Kopfes! Das ist der Augenblick wo die Leute den Raum verlassen und ich allein so fixiert auf der Pritsche der Dinge harre die da kommen werden. Mit geschlossenen Augen (Maske!) liege ich da und komme mir vor wie die Matrosen auf dem Uboot der Russen, die in den Reaktor geschickt werden um den Kühlkreislauf ab zu dichten und sich Ihre Dosis Radioaktivität zu holen.(Film) Ich höre den Apparat in die richtige Stellung fahren, sehe ein starkes Licht und rieche einen Geruch, der mich an die Bräunungslampen aus den 60er Jahren erinnert. Dann das gleiche nochmals und schon kommt das Personal und sagt:”Das wars”. Sie schnallen mich los und nachdem die Pritsche herunter gelassen ist, kann ich wieder gehen. Das war also meine erste Bestrahlung. Schon vorbei bevor ich richtig merke was passiert. Ich denke, die eigentliche Bestrahlung hat zwischen fünf und zehn Minuten gedauert. Ausser dem Licht und dem eigenartigen Geruch habe ich nichts wahr genommen.
Bestrahlung des Gehirns II
2. April 2009 um 15:05 (und meiner Gesundheit)
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